WIE GEHT ES DIR UND DEM beiSpielICH?

Einige von euch haben mich genau das gefragt. Heute möchte ich hier eine Antwort geben.

Ich verbringe viel Zeit mit meinen Kindern und ich genieße es.

Ich bin, wie viele andere gerade Mutter, Lehrerin, Hausfrau, Spielpartner, Managerin, Ehefrau und Unternehmerin in einem. Das fordert mich sehr.

Natürlich war ich das auch schon vor dieser Zeit. Doch ich würde sagen, es war anders aufgeteilt.


Aktuell gibt es viele unbeschwerte Tage in der Natur, in unserem Garten. Hier fühle ich mich im Moment am sichersten, hier zieht es mich mit meinen Kindern hin. Ich habe das Gefühl, ich kann Mutter Erde gerade etwas zurückgeben. Ich kann meine Kindern vieles lehren. Ich habe Zeit zu schauen, neu zu schauen und zu spüren. Ja ich glaube ich schaue gerade wieder etwas mehr, wie es meine Kinder noch bereit sind zu tun. Ich schaue wieder wie ein Kind. Ganz im Hier, ganz im Jetzt. Das macht mich sehr zufrieden und beseelt mich.


Manch einer von Euch hat mir so etwas berichtet von der Zeit des Seins im beiSpielICH.


Darüber schwinden auch meine Sorgen als Unternehmerin. Miete zahlen ohne Einnahmen? Termine absagen, ohne genau zu wissen, ob und wann sie nachgeholt werden können. Blumen gießen, damit sie überleben, bis wir uns hier wiedersehen können. Werden wir uns hier wiedersehen können?


Ich mag ehrlich zu Euch sein: Ich weiß es heute nicht.


Ihr fehlt mir, das weiß ich. Euch glücklich bei mir zu sehen mit Euren Kindern, das fehlt mir.

Immer wenn jemand von Euch mir eine Nachricht schreibt, mich anruft, mit mir in Kontakt tritt, dann spüre ich, dass das beiSpielICH uns in Verbindung gebracht hat und ich bin sehr dankbar, für diese Begegnungen.

Ich bin immer sehr berührt über die Worte, Bilder und Gesten, die ihr mir schenkt und wenn Ihr sagt, dass Ihr hofft, dass wir uns bald im beiSpielICH wiedersehen werden. So wie VORHER. Wird es je wieder so sein wie VORHER?


Im HIER und JETZT in meinem Garten, als Mutter weiß ich es gerade nicht. Ich bin einfach da, genau in diesem Augenblick. Ich werde gebraucht, damit fühle ich mich wohl und bin erfüllt. Ich bin gefragt bei meinen Kindern, die ich VORHER nur die Hälfte des Tages gesehen habe. Ich kann Ihnen Mut machen, etwas zu riskieren, zu erforschen, zu hinterfragen, zu provozieren oder auch zu lernen etwas ebenso anzunehmen, so wie es jetzt gerade ist. Und das erfüllt mich.

Ich liebe es, für meine Familie zu kochen. Ich liebe es zu sehen, wie sehr sie spüren, ob das, was ich für sie angerichtet habe, mit all meiner Liebe gewürzt ist. Wie oft war ich VORHER von etwas anderem abgelenkt, statt ganz bei Ihnen und bei mir zu sein? Meine Kinder und ich, wir sehen uns gerade anders als VORHER. Solch ein Moment ist für mich ein vollkommender Moment. Ich bin ihnen und mir selbst gerade näher als je zuvor.


Über all das, haben ich VORHER in Gesprächen im Spielraum, in Weiterbildungen oder Beratungen gesprochen und nun bekomme ich es gerade einmal mehr geschenkt.

Eine große Dankbarkeit macht sich in mir breit, für diese Zeit des scheinbaren Stillstandes. Trotzdem bin ich nicht ohne Sorgen und Ängste. Ja, ihr werdet es kaum glauben, auch ich habe Angst. Große Angst vor dem DANACH. Wie wird es sein dieses DANACH?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß, ich werde nicht einfach zum DAVOR zurückkehren können. Ich glaube, das Leben, welches wir zuvor geführt haben, ist nun Vergangenheit. Ich glaube bzw. hoffe, dass viele Menschen, diese Gelegenheit nutzen, um für sich selbst herauszufinden, was sie wirklich brauchen, um glücklich zu sein. Ich hoffe, wir nutzen diese Zeit, um wieder mehr mit unseren Kindern zu sein, von unseren Kindern zu lernen, selbst wieder Kind zu sein. Ganz im HIER und JETZT.

Soziale Kontakte, Berührungen, Umarmungen, liebevolle Gesten, beisammen sein, all das war für uns mehr als selbstverständlich in Bezug auf unsere Mitmenschen. Und trotzdem hat es uns Meilen voneinander entfernt.

Jetzt achten wir auf Abstände und vermissen die Nähe anderer.

Mein Sohn Nepomuk weint manchmal abends, weil er seine Freunde aus dem Kindergarten vermisst.


Während ich so in der Sonne im Garten Unkraut zupfe oder mit meinen Kindern Samen säe, denke ich darüber nach, was vor 5 Jahren war.

Als meine älteste Tochter, heute 24 Jahre alt, vor 5 Jahren in die Welt zog, hat uns das näher gebracht als je zuvor. Als ich sie vor 3 Jahren in Spanien besuchte, kam ich wieder und gründete das beiSpielICH.

Jetzt in meinem Garten bin ich ihr wieder so nah wie nie zuvor.


Ich spüre gerade sehr, wie wichtig mir das Mensch sein ist. Mensch sein heißt für mich, in Freiheit darüber zu entscheiden, was ich HEUTE tue und was mir HEUTE guttut. Ich möchte JETZT und HEUTE spüren, was LEBEN ist und nicht in einen Schock oder eine Starre verfallen, weil da draußen etwas passiert. Ich möchte die Zeit nutzen, unabhängig und autark zu sein und das auf die einfachste Art und Weise wie möglich.


Ein Dank an meinen Garten und meine Kinder, die mich gerade lehren, wie das gehen kann.


Ich habe aber auch Sorge um meine Kinder. Wie stark sind sie seelisch und mental betroffen, von dem, was um uns gerade passiert. Was fehlt ihnen gerade?

Unbeschwert mit Anderen auf die Straße gehen, Parks und Spielplätze besuchen. Vieles ist gerade nicht möglich. Meine Kinder vermissen ihre Freunde, ihnen fehlt der Austausch mit ihren Freunden.

Unsere Kinder lernen gerade, dass Freunde zur Familie gehören und fehlen, wenn sie nicht da sind.


All dies sind die Dinge, die mich beshäftigen und meine dies sind Gedanken dazu, die mich bewegen.


Vielen Dank für Euer Interesse an mir und dem was mich ausmacht.


In Gedanken Eure Solveig


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